Trichomonen / Trichomoniasis (vaginalis)

Verursacher dieser Geschlechtskrankheit, von der beide Geschlechter befallen werden, ist ein Geißeltierchen. Dadurch bilden sich in der Scheide und in der Harnröhre beim Mann Entzündungen. Übertragen wird die Krankheit hauptsächlich durch Geschlechtsverkehr. Weltweit ist ein direkter Kontakt über die Schleimhäute von Mensch zu Mensch und damit die Weiterleitung des Parasiten möglich. Für den Nachweis wird der Vaginalabstrich mikroskopisch untersucht. Eine schnelle Behandlung, innerhalb der ersten Woche mit Metronidazol ist angezeigt.

Symptome

Bei Frauen kommt es zu einem Juckreiz im Scheidenbereich, zu blutigem Ausfluss. Schwangere können eine Fehlgeburt erleiden. Über drei Viertel haben eine symptomlose Phase und bekommen dann plötzlich Entzündungen mit gelblichem dünnflüssigen Ausfluss aus der Scheide. Bei der Untersuchung sind neben den Parasiten auch Eiterzellen und Bakterien zu finden. 75 % weisen einen Befall der Harnröhre auf. Gebärmutter- und Harnblasen-Befall ist selten. Zeitweise tritt sogar eine Unfruchtbarkeit auf. Der Parasit greift die Vaginalschleimhaut an und versucht, möglichst viel Schleimhaut einzunehmen, Nährstoffe und Serum abzuzapfen. Schädliche Proteine stören die Vaginalflora und führen zu winzigen Schleimhautnekrosen mit punktförmigen Narbenbildungen, die als Eintrittspforte für HI-Viren (HIV) dienen können. Diese Gefahr bleibt lebenslänglich trotz ausgeheilter Trichomoniasis bestehen.

Männer leiden unter einer entzündeten Eichel, Harnröhre und -blase und/oder Prostata. Durch das geschädigte Gewebe der Schleimhäute wird die HIV-Infektion begünstigt. Oft kommt es aber auch zu keinerlei Symptomen. Trotzdem nisten sich die Parasiten in der Prostata, unter der Vorhaut oder in der Harnröhre ein. Letztere entzündet sich manchmal schmerzhaft. Außerhalb des Menschen überleben die Trichomonaden nicht lange.

Vorbeugung und Behandlung

Durch Tragen von Kondomen beim Geschlechtsverkehr wird das Risiko eingedämmt. Eine Therapie mit Metronidazol hilft bei Infektion, wobei die Behandlungsdauer bis zu 6 Tagen betragen kann. Der Partner sollte dabei mit behandelt werden.