Chlamydien

Auch bei dieser Erkrankung der Geschlechtsorgane handelt es sich um bakterielle Auslöser. Chlamydien lösen Krankheiten an Augen- und Atemwegsschleimhäuten und im Bereich der Genitalien aus. Dabei führen diese Bakterien, je nach ihrer Art, zu unterschiedlichen Krankheitsbildern:

So lösen die Chlamydia trachomatis Geschlechtskrankheiten aus und führen in tropischen und subtropischen Regionen zu Bindehautentzündungen mit Erblindungsgefahr. Viele Patienten sind vom Erreger infiziert und merken nichts davon, was die Gefahr der Ansteckung erhöht.

Chlamydia pneumoniae ist der Auslöser spezifischer Entzündungen der Lunge oder auch der Nasennebenhöhlen. Ähnlich einer Lungenentzündung ist die sehr seltene Papageienkrankheit, die auch den Menschen befallen kann und von Chlamydia psittaci ausgelöst wird.

Infektionen mit Chlamydien sind in jedem Fall ernst und müssen behandelt werden, um mögliche Folgeerkrankungen oder Probleme zu vermeiden. Schwerwiegendste Folgen sind Erblindung oder auch Unfruchtbarkeit. Es kann aber auch zu Frühgeburten, Eileiterschwangerschaft oder Arthritis kommen. Weitere Krankheiten, z. B. auch AIDS, die durch sexuelle Kontakte übertragen werden, finden ideale Bedingungen vor, wenn schon eine Chlamydien-Infektion das Immunsystem geschwächt hat.

Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Der Auslöser der Geschlechtskrankheit, die Chlamydia trachomatis, äußert sich bei Frauen und Männern durch schmerzhaftes Wasserlassen oder bei Frauen durch übel riechenden Ausfluss aus der Scheide. Da aber die Erkrankung auch bei mehr als zwei Dritteln der Infizierten ohne Symptome verläuft, ist eine jährliche Kontrolle zu empfehlen.

Eine Behandlung erfolgt mit Hilfe von Makroliden oder auch Tetracyclinen, im Akutstadium helfen Antibiotika, wie Azithromycin oder Doxycyclin. Eine unbedingte Mitbehandlung des Partners ist zu empfehlen. Entsprechende Tests sichern einen Behandlungserfolg nach Therapieabschluss. Sinnvoll ist eine Untersuchung auf weitere zusätzliche Infektionen, die bei der Chlamydien-Erkrankung begleitend auftreten können, z. B. Tripper.

Ein Abstrich dient zur Diagnostik bei einer Infektion mit Chlamydien. Auch Urinproben oder DNA-Analysen oder spezielle Anzucht von Zellen können den Nachweis bringen. Auch ein Antikörpernachweis ist möglich, jedoch nicht so zuverlässig hinsichtlich akutem und ausgeheiltem Stadium.