Heutige Verhütungsmethoden

Unter dem allgemeinen Begriff Verhütung versteht man die Empfängnisverhütung. Damit sollen Frauen vor einer Schwangerschaft bewahrt werden. Dazu gibt es heutzutage allerhand Mittel und Wege.

Geschichte

Seit jeher versuchen Frauen und Männer, die ungehemmten Spaß im Bett haben wollen, die Konsequenzen zu vermeiden. Aufzeichnungen aus dem Jahr 1500 vor Christi Geburt beweisen, dass Verhütung schon damals ein Thema war. Demnach sollten die Frauen Honig mit geriebenen Akazienblättern vermischen, auf eine Mullbinde geben und dieses dann vaginal einführen. Dies ist ein plausibler Gedanke, denn Akaziensaft enthält Milchsäure, die tatsächlich Spermien abtötet.  Auch Aristoteles wusste darüber bescheid. Laut ihm sollen sich Frauen, die Körperstellen, die mit Sperma in Berührung gekommen sind, mit Weihrauch, Bleisalbe oder Zedernöl jeweils mit Olivenöl gemischt. Das Öl mindert die Bewegungen der Spermien. Um 300 nach Christus wurde von Rabbinern geraten, einen Schwann einzuführen, der das Sperma aufsaugt.

In Indien wurden 700 nach Christus das Speisefett Ghee und Honig auf die Vagina gerieben oder sie wurde durch eine Mischung aus Öl und Steinsalz sozusagen verschlossen. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich das Kondom als recht sicheres Verhütungsmittel, der genaue Zeitpunkt der Erfindung ist unklar.  1961 wurde die Anti-Baby-Pille auch in Deutschland eingeführt. Heute ist sie eines der populärsten Verhütungsmittel.

Empfängnisverhütung heute

Einige Frauen setzen trotz hoher Unsicherheit auf natürliche Methoden der Verhütung. Die unfruchtbaren Tage werden errechnet und nur an ihnen wird der Geschlechtsverkehr vollzogen. An den fruchtbaren Tagen hingegen sind die Paare, die verhüten wollen, dann abstinent. Die unsicherste Methode der natürlichen Verhütung ist der sogenannte Coitus interruptus. Heute gilt sie zudem als veraltet. Hierbei wir der Akt unterbrochen, sodass kein Sperma in die Vagina eintreten kann. In der Praxis ist das allerdings oft sehr schwierig.
Mechanische Methoden, die sehr beliebt sind, verhindern, dass Sperma keinen Kontakt zu weiblichen Eizellen bekommt. Hierzu gehören unter anderem das Kondom für den Mann und das Diaphragma für die Frau.

Für Frauen gibt es noch die Möglichkeit der hormonellen Verhütung. Dazu werden Progestine und Östrogene eingesetzt. Die Ovulation wird so gehemmt. Auch die Hormonspirale, die Pille danach, das Hormonpflaster, das Verhütungsstäbchen und der Vaginalring gehören zu dieser Art von Verhütung. Außerdem gibt es noch die chemischen Verhütungsmethoden, die sogenannten Spermizide, die die Spermien abtöten sollen. Es gibt sie in Form von Schaum, Sprays, Zäpfchen, Salben und Gelen.

Die letzte Form der Verhütung sollte immer die Vasektomie beim Mann oder die Sterilisation bei der Frau sein, da sie nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.